Archiv für die Kategorie ‘Irland’

Irland

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Es kehrt wieder etwas Ruhe auf der Insel ein

Montag, 23. Mai 2011

Erst treten die irischen Zwillinge von “Jedward” beim Eurovision Song Contest in Deutschland an, werden dort sogar insgeheim als Top-Kandiaten gehandelt, schaffen es letzendlich aber nur auf einen 8.Platz. Wenige Tage danach tritt die Queen ihren historischen 4-tägigen Besuch in Irland an. Zwar gibt es einige Proteste und Unruhen um die “Royale” Visite, dennoch verläuft alles gut und Queen Elizabeth II. hinterlässt ein durchaus positives Bild bei den Iren. Ganz sicher ein Staatsbesuch der in die Geschichte eingehen wird. Kaum war von diesem Staatsakt wieder klar Schiff gemacht worden stand auch schon der US Präsident Barack Obama mit Ehegattin auf der Matte um seine Vorfahren in Moneygall (County Offaly) zu besuchen. Er gönnte sich ein schnelles Pint im “heimischen” Pub, nahm Bäder in der Menschenmenge und begeisterte mit aufmunternden Ansprachen und Durchhalteparolen die irische Bevölkerung.

Gut das all dies nun ein Ende hat und man sich bei einem gepflegten Pint of Guinness im Pub endlich wieder über die wichtigen Dinge des Lebens unterhalten kann. Das Wetter!!!

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Rhododendronblüte auf “The Vee”

Montag, 23. Mai 2011

Wer in der Zeit zwischen Mitte und Ende Mai per Auto oder Fahrrad über die R668 oder auch zu Fuß z.B. über den Blackwater Wanderweg, von Clogheen nach Lismore unterwegs ist darf sich auf ein besonderes Naturschauspiel freuen.

Die Rhododendron Blüte!

Einst von den Briten eingeschleppt, gedeiht die Pflanze dank des Golfstroms, im fast mediterranen Klima und auf dem sauren Boden scheinbar grenzenlos. Ein kompletter Hang der Knockmealdown Mountains ist überdeckt mit einem Wald aus verwilderten Rhododendren. Der Berg ist für kurze Zeit in einen Mantel aus roten und lila Blüten gehüllt. Da sich die Knospen je nach Wetter und Witterung früher oder später öffnen ist es garnicht so leicht den richtigen Zeitpunkt zu erwischen um die Blüte in voller Pracht zu erleben.

Dieser Anblick lässt kurz vergessen, daß die Rhododendron bereits zu einer Plage und ein natürlich Feind für die einheimischen Pflanzen geworden ist und eine Gefahr für die Artenvielfalt in Irland darstellt.

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Lidl Irland erweitert Sortiment um Backwaren

Sonntag, 22. Mai 2011

Lidl IrlandWenn man ausgewanderte Deutsche fragt was sie denn so aus Ihrer Heimat vermissen ist die häufigste Antwort “das gute Brot” und genau so würden auch wir, in Irland Lebende, darauf antworten. Kräftiges Brot aus Sauerteig oder mit Körnern, Semmeln, Brezeln und mal eine Apfeltasche, genau das würde ich auf meiner Wunschliste ziemlich weit oben plazieren. Es geht nix über getoastetes, noch warmes, mit Marmelade bestrichenes Weißbrot zum Frühstück, allerdings passt es einfach nicht besonders zu einem kräftigen Stück Käse oder einer Salami zur Brotzeit oder einem deftigen Abendessen. Die irische Palette an Backwaren bietet zwar auch Vollkorntoast, aber eben nichts was einem Roggenbrot standhalten könnte. Um diese Lücke zu füllen war bisher immer selber backen angesagt, klappte gut, schmeckte lecker, war aber auch zeitaufwendig und manchmal nicht im Tagesablauf unterzubringen.

Nach über zwei Jahren in Irland hatten wir uns nun schon fast, ja fast, aber nur fast daran gewöhnt. Nun scheint endlich jemand unseren Wunsch und vermutlich die Hilferufe vieler anderer ge/erhört zu haben. (Natürlich nicht ganz uneigennützig)

Seit einigen Wochen wird bei Lidl in Dungarvan gebaut. Auf großen Bannern weist man darauf hin, daß der Betrieb wie gewohnt von Statten geht, während das Geschäft erweitert und verbessert wird. Um was genau erweitert werden soll ist nicht ganz schwer zu erraten, besonders dann wenn man die deutschen Lidl Märkte kennt. Eine Backstube oder besser gesagt eine “Aufbackstube” wird aktuell dem Lidl in Dungarvan, so wie fast allen anderen Fillialen auf der Insel, hinzugefügt.

Lidl Irland - Business As Usual

Während in unserem Städtchen noch fleißig gebaut wird, haben wir das Warenangebot schonmal in Waterford City unter die Lupe genommen und ausprobiert. Man will ja schliesslich wissen was auf einen zukommt, im positiven Sinne versteht sich. Zu allererst fällt der Duft von frisch gebackenem auf, welcher sich durch den ganzen Lidl Markt zieht. Diesem Duft folgend steht man dann schon nach wenigen Schritten der, in Körben präsentierten Selbstbedienungstheke mit der vollen Produktpalette aus Backwaren gegenüber. Von Baguette über Brötchen mit oder ohne Körner gibt es außerdem Sauerteigbrot, Kürbiskernbrot, Brezeln, Käsesemmeln, Apfeltaschen, Schoko-Croissants und viele weitere Teigwaren. Die Zubereitung bzw. das aufbacken der Teiglinge erfolgt je nach Bedarf und vollkommen einsehbar direkt hinter der Auslage.

Erste Verkostungen unsererseits waren überzeugend gut, daß wir von diesem Angebot sicherlich Gebrauch machen werden, sobald die Filiale in Dungarvan ihre “Backstube” eröffnet hat. Außerdem gehe ich davon aus, daß neben den deutschen Insulanern auch der Ire oder Pole hier nicht “Nein” sagen wird, besonders weil die Preise wirklich angemessen und Geschmack sowie Qualität gut sind. Um eine zerstörerische Konkurenz den lokalen Bäckereien gegenüber mach ich mir so gut wie keine Sorgen da es so etwas wie eine “Bäckerei” in Dungarvan nicht gibt und kleine Cafe´s mit selbstgebackenen Scones und Kuchen sollten vom “Standard Backwerk” der deutschen Supermarktkette nichst zu befürchten haben.

Ich freu mich jedenfalls jetzt schon auf eine frische Butterbrezel, etwas das ich in Irland bis jetzt nur bei einem deutschen Bäcker auf dem Markt in Cork kaufen konnte. Allerdings wird mich dies sicher nicht davon abhalten weiterhin Scones mit Marmelande zu verputzen!

Ist doch schön wenn man beides haben kann…

 

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Der erste Tag in Irland geht für die Queen zu Ende

Dienstag, 17. Mai 2011

Der erste Tag des Irland Besuchs der Queen neigt sich dem Ende und man kann wirklich froh sein, daß alles gut verlaufen ist. Die 85-jährige Monarchin hatte ein überaus straffes Programm vor sich, welches Sie gemeinsam mit Prinzgemahl Philip, Herzog von Edinburgh, absolvierte. Nach der Landung auf dem Flughafen Dublin, wo Sie mit militärischen Ehren empfangen wurde, ging es im bomben- und kugelsicheren Geländewagen zur Residenz und dem Empfang der irischen Präsidentin Mary McAleese. Diese pflanzten, nach einer Ehrensalve und dem Lied “God Save The Queen”, gemeinsam einen Baum. Im späteren Verlauf ging es in Kolonne durch die großräumig abgesperrte Innensatdt von Dublin zum “Garden of Remembrance” (Garten der Erinnerung) wo die Queen, zu Ehren der getöteten irischen Rebellen, einen Kranz niederlegte.

Während des offiziellen Teils kam es in Dublin zu kleineren Vorfällen. Demonstranten und Protestanten bewarfen Polizisten und Sicherheitsbeamte mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern und lieferten sich Handgemenge, die kontrolliert beendet werden konnten.

Für Mittwoch hat Queen Elizabeth II. den Besuch im Croke Park, dem Regierungsgebäude, der Dublin Castle, dem Guinness Storehouse und den National War Memonrial Gardens geplant. Ich hoffe das auch dieser zweite Tag Ihres Staatsbesuches friedlich verlaufen wird

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Die Queen in Irland, kein einfacher Besuch

Dienstag, 17. Mai 2011

Nach 100 Jahren besucht nun endlich wieder ein britisches Staatsoberhaupt Irland und die ganze Inselrepublik ist angespannt. Im Vorfeld gab es bereits Aussagen der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) das Queen Elizabeth II. nicht in Irland erwünscht sei. Zudem gehen regelmässig Bombendrohungen bei der, in höchste Alarmbereitschaft versetzte, Polizei ein. Montag Abend wurde bereits ein funktionstüchtiger Sprengsatz in einem Dublin Bus entdeckt.

Ich persönlich werde jedenfalls einen weiten Bogen um die Hauptstadt, sowie die Besuchsziele der Queen machen, um dem erwartetend Verkehrschaos aus dem Weg zu gehen.

Hier noch ein paar Fakten zum Staatsbesuch:

- Beim letzten Besuch eines britischen Monarchen gehörte die ganze irische Insel noch zum Vereinigten Königreich
- Zuletzt besuchte König Georg VI vor über 100 Jahren Irland
- Mehr als 8500 Polizisten wurden zum Schutz der Queen abgestellt
- Sicherheitsaufgebot kostet etwa € 30 Millionen
- Luft-, Land- und Seewege werden überwacht

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Feile Na nDeise – Musik Festival in Dungarvan 2011

Mittwoch, 30. März 2011

Wirklich schade, daß es auf der offiziellen Webseite zum alljährlichen Musik Festival “Feile Na nDeise” in Dungarvan noch immer keine aktuellen Informationen gibt.

http://www.feilenandeise.com/

Laut diverser Internetplattformen wird das Event aber vom 29.04. bis 03.05.2011, also am Bank Holiday Wochenende, stattfinden.

Ein Programm konnte ich allerdings nicht finden. Jetzt wird es aber knapp, da es gerade mal noch 4 Wochen bis dahin sind.

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Dracula, Gold, Coney Island, 15.7 und Rotunda

Dienstag, 08. März 2011

Hast Du gewusst,

  • daß der irische „Dracula“ Schriftsteller, Bram Stoker, in seinem ganzen Leben nie Osteuropa besucht hat.
  • daß  Croghan Kinsella der Ort des einzigen irischen Goldrausches im Jahre 1795 war, als ein Goldklumpen im Kies des Bergflusses entdeckt wurde. Etwa 3000 Unzen Gold wurden gefunden bis das Edelmetall erschöpft war.
  • daß Coney Island in New York im 18. Jahrhundert vom irischen Kapitän, Peter O’Connor, nach einer winzigen Insel vor Sligo benannt wurde.
  • daß Leitrim mit 15,7 Einwohnern pro Quadratkilometer das am schwächsten besiedelte County Irlands ist.
  • daß das Rotunda in Dublin, eröffnet 1745, die weltweit erste dafür speziell erbaute Geburtsklinik ist.

 

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Wahlen in Irland

Freitag, 25. Februar 2011

Heute ist Wahltag in Irland und ich bin mehr als froh bald keine Plakate mehr mit möchtegern Politikern oder unausgereiften Wahlwerbeslogans am Straßenrand sehen zu müssen.

Auch von unzähligen Werbeflyern im Briefkasten hab ich die Schnauze voll. Nach überfliegen des “damit rette ich die Insel” 5 Punkte Plan wandert das Stückchen Papier direkt in den Kamin.

Letztendlich kommt eh nix dabei rüber. Als Wähler hat man es diesmal echt schwer auf der immer so grünen Insel. Man darf  sich zwischen korrupt, planlos, möchtegern und karrieregeil auf dem Wahlzettel entscheiden.

Wahlplakate in Dungarvan (Abbeyside)

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Dublin? Nein danke!

Freitag, 18. Februar 2011

Nach nur einer Woche Aufenthalt in Dublin wird mir wieder bewusst warum wir als Auswanderungszielort, entgegen vieler Empfehlungen und Anratens, nicht in Irlands Hauptstadt gezogen sind. Das wäre, wie so viele andere Großstädte auf der Welt, ein Platz an dem ich mich sicher nicht wohlfühlen würde.

Stressig, hektisch, schmutzig und laut sind Faktoren auf die ich gerne verzichten kann und die es in unserem Wunschwohnort Dungarvan so gut wie nicht gibt. Klar sind wir eine 2,5 stündige Autofahrt von Dublin und damit allen wichtigen Einrichtungen wie der Deutschen Botschaft und dem Flughafen etc. entfernt, allerdings halten sich die Ausflüge in die grösste Stadt der Republik doch in Grenzen. Somit geniessen wir wesentlich mehr Zeit in ländlicher Gegend, die uns sehr viel irischer erscheint als das  Verkehrschaos zur Rush-Hour oder dem wilden Treiben auf Dublins Party Meile “Temple Bar”.

Ein Blick aus dem Fenster auf weite grüne Wiesen, den Bergen (ok, es sind Hügel) im Hintergrund oder eine 15 Minuten Tour mit dem Drahtesel zum wunderschönen Sandstrand, das ist Irland für uns. Dublin? Nein danke!

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Erst bezahlen, sagt der Inder

Sonntag, 06. Februar 2011

Nach 3 Wochen geschäftlichem Reisen in Schottland und Deutschland war es nun wirklich wieder an der Zeit ein Wochenende mit der Familie zuhause in Irland zu verbringen. So landete ich also am Freitag Abend kurz vor Mitternacht am Flughafen in Dublin. Per Transfer-Bus ging es weiter zum Langzeitparkplatz und dort zum Auto, welches geduldig aber mit beinahe leerem Tank auf mich wartete. So, wo bekomme ich jetzt Benzin um den Weg bis nach Hause zu schaffen? Klar, an der Tankstelle gibts genug Treibstoff, der übrigens preislich nun auch bei knapp € 1,50 angekommen ist. Allerdings ist das Tanken zu so später Stunde nicht ganz einfach in einem Land welches um 22:00 die Bürgersteige hochklappt. Naja, jetzt mal ganz optimistisch auf die M50 fahren und hoffen, daß eine verfügbare Zapfsäule zu finden ist. Nach 20 Kilometern war dem auch so und dafür war ich mehr als dankbar.

Runter von der Autobahn, Fahrzeug angehalten, Tank geöffnet, Tankstutzen rein und …. es passierte nichts. Kein Benzin!

Nochmal drücken, nix. Tankpistole einhängen und wieder versuchen, nix. Nochmal drücken, nix….   bis, ja bis eine männliche Stimme mit indischem Akzent aus dem Nichts zu mir Sprach. “Prepay” war das Wort welches ich vernahm…  Erschrocken sah ich mich um, niemand zu sehen. Abermals die Stimme “Prepay”. Dann erblickte ich im mässig beleuchteten Tankstellenhäuschen eine Gestalt mit dunkler Hautfarbe die in ein Mikrofon sprach…  “Prepay!!!”.

Was will der denn von mir? Ich ging also zu ihm und er erklärte mir durch einen Sprech-Schlitz in der Scheibe das ich erst bezahlen müsste bevor ich mein Fahrzeug betanken dürfte. Nun konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen und erklärte ihm das dies “very irish” sei. Er wollte mich hingegen überzeugen das dies überall auf der Welt so gehandhabt wird. Darafhin konnte ich mich nur auf meine Heimat beziehen und ihm freundlich mitteilen, daß es in Deutschland nicht so wäre. Egal, schliesslich war ich nicht zum diskutieren an eine Tankstelle gefahren sondern um Treibstoff zu erwerben. Durch eine Schublade reichte ich ihm € 30, drehte mich um und wollte gerade zurück zum Auto gehen, als er mich darauf hinwies, daß ich selbständig dafür zu sorgen hätte die Tankpistole beim erreichen des Betrages rechtzeitig loszulassen da es hierfür keine Automatik gäbe. Das war der moment in dem das zweite Lachen aus mir heraus brach. Wirklich zu köstlich! Erst traut man mir nicht und dann soll ich aber derjenige sein, der sich um die Einhaltung der Regeln kümmert.

Nun lebe ich schon über 2 Jahre im Wilden Westen des modernen Europa aber das war wirklich eine neue Erfahrung für mich.

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