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Dungarvan

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Weg mit den Grusel Kostümen

Dienstag, 03. November 2009

Halloween ist vorbei, die Orange-Schwarze Dekoration verschwindet, die Gruselmasken und Horror-Kostüme sind wieder für ein Jahr im Schrank verstaut und wir hatten eine super Partynacht in Dungarvan.

Ursprünglich war ja der Besuch einer Halloween Party in der alten Kirche von Villierstown geplant. Leider ist in der 400 Seelen Gemeinde nur zwei Tage vorher jemand verstorben und die Feier wurde auf den Freitag, also einen Tag vorverlegt. Am besagten Tag kam dann ganz kurzfristig die Mitteilung, dass die Grusel-Sause aufgrund der Trauer ganz abgesagt wurde.

Wirklich schade und alles recht kurzfristig!!!  Da blieb nicht viel Zeit um andere große Pläne zu schmieden. So entschlossen wir uns, samt Besuchern (Julie und Christian aus Villierstown)  in Dungarvan um die Häuser und durch die lokalen Pubs zu ziehen. Die Stimmung war recht gut, obwohl die Mehrheit an diesem Abend wie zu erwarten ohne Kostümierung unterwegs war. Mit unseren Schaurigen Gewändern, Julie als Midnightbride, Silvana als Hexe, Christian als Langhaar-Zombi und ich als Zombi-Doktor, waren wir viel bestaunte und noch viel mehr fotografierte Gäste. Nahezu jeder wollte sich mit uns knipsen lassen. Mal sehen ob wir morgen vielleicht sogar im Lokalblättchen, dem “Dungarvan Observer” abgedruckt werden.

Zu späterer Stunde landeten wir dann in Minis-Pub (Abbeyside), wo bei guter alter 80er Jahre Musik mit einigen Kostümierten ordentlich gefeiert und geschwoft werden konnte. Tanzen war mit der Vollgummi-Maske zwar nur für wenige Minuten möglich, da einem sonst die Suppe übers Gesicht lief und man gar nicht so schnell trinken konnte wie man das Guinness wieder herausschwitzte, aber was solls…  is ja nur einmal im Jahr ;-)

Und hier kommen die, leider wenigen, Bilder des Abends.

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Halloween – als Müllentsorgung oder lieber Traditionell?

Freitag, 30. Oktober 2009

Morgen ist Halloween und nicht alle scheinen dieses Fest traditionell zu begehen. Wie es aussieht werden die alten Traditionen von einigen Menschen für illegale Aktivitäten genutzt.                                                                                                                                            Hierzu haben wir einen kurzen Artikel bei WLR FM gefunden:

Ein Aufruf an den „gesunden Menschenverstand“ in Dungarvan dieses Halloween

“Die Dungarvaner Polizei ist gefragt, das der gesunden Menschenverstand dieses Halloween in Dungarvan die Oberhand behält. An diesem Abend gibt es traditionell drei Freudenfeuer (Bonefire) in der Stadt, am Galgenberg (Gallows Hill), an der alten Bahnstrecke bei Abbeyside und nahe dem Childers Estate. Diese sind oft ein Anziehungspunkt für asoziales Verhalten. Der Stellvertretende Bürgermeister von Dungarvan, Michael Cosgrove gab gekannt, das illegales Müllentsorgen an den Feuern diese Jahr nicht toleriert wird.”

Das lässt erahnen das in den letzten Jahren eben diese Feuer zur Müllentsorgung genutzt wurden. Ich glaube das dies nicht ganz im Sinne der alten Tradition der „Bonefire“ ist.

Um mehr über diese Feuer zu erfahren habe ich ein wenig im Internet gestöbert und folgendes gefunden:

Das Anzünden der großen Feuer geht zurück bis zu den Wurzel von Halloween, dem Fest Samhain an dem das Ende des Sommers und der Beginn der dunklen Zeit gefeiert wurde.                                                                                                                                       Samhain war (ist) das keltische Neujahrsfest und markierte das Ende des alten und den Beginn des neuen Jahres und mit ihm den Beginn des Winters. Junge Leute gingen am Vorabend von Samhain von Haus zu Haus und fragten nach Essensgaben und Kleinholz für das Samhain–Feuer.

Am folgenden Tag, dem traditionellen Samhain, dem 1. November, löschten die Menschen ihre Herdfeuer und versammelten sich im Schein der großen Feuer auf den Kuppen heiliger Hügel, um ihrem Gott zu ehren und Opfergaben dar zu bringen.

Ausgewählte Feldfrüchte und die Knochen von Tieren wurden in den Feuern als Opfergaben verbrannt. Das moderne Word „bonfire“ kommt von dem Wort „bone“ (Knochen), in der Verbindung „Feuer aus Knochen“, was sich auf eben diese Praxis des Verbrennens bezieht.

Persönliche und symbolische Gegenstände wurden ebenfalls verbrannt, als Opfergabe für den Schutz vor Krankheiten und einer schlechter Zukunft.

Bonfire an Halloween

Bonfire an Halloween

Die Kelten die Samhain feierten, glaubten das in der Zeit zwischen dem Ende des alten und dem Beginn des neuen Jahres die Geister sich frei zwischen unserer und der Geisterwelt bewegen konnten. Einige Geister waren gut und wollten den Menschen helfen, andere waren böse und wollten jedem dem sie begegneten Unglück bringen.

Man glaubte das die heiligen Feuer die Kraft besaßen diese bösen Geister zu vertreiben und die Menschen standen eng bei den Feuern, oft in Kostümen mit Tierköpfen und Häuten um die bösen Geister zu täuschen und zu erschrecken und so vor ihnen sicher zu sein.

Bevor die großen Feuer erloschen, war man darauf bedacht etwas glühende Kohle oder Holz zu nehmen und es sicher nach Hause zu bringen, um die Herdfeuer wieder neu zu entzünden. Die Menschen trugen diese glühenden Holzstücken oft in ausgehöhlten Rüben oder Flaschenkürbissen nach Hause, in die sie Gesichter schnitzten, in der Hoffnung das diese Gesichter die bösen Geister vertreiben und und ihnen zu einem sicheren Heimweg verhelfen würden.

Am nächsten Tag wurde die Asche der heiligen Feuer über die Felder verstreut, um sie vor Geistern zu schützen welche die Feldfrüchte verderben lassen wollten.

Da kann man nur hoffen das sich die Iren wieder auf ihre alten Traditionen besinnen und diese nicht durch neue Unsitten, wie Müllverbrennung und ähnliches verkommen lassen. Ich wünsche allen ein schönes Halloween, verbrennt euch nicht die Finger und laßt euch nicht von bösen Geistern fangen.

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Im Lissabonner Schilderwald

Dienstag, 29. September 2009

Es sind gerade einmal noch 60 Stunden die dem Irischen Volke bleiben, reichlich wenig Zeit, um sich noch kurzfristig über ein Ja oder Nein zum Lissabon Vertrag zu entscheiden. Aber genau auf diese wenigen vielen Unentschlossenen Stimmen kommt es den wild werbenden, proklamierenden und propagierenden Vereinen, Organisationen und Parteien jetzt an. Mit aller Kraft werden nochmal Schilder mit immer noch anklagenderen Parolen gedruckt und an viel befahrenen Straßen aufgehängt. Allein an der N25 durch Dungarvan (Ein Abschnitt von etwa 3 Kilometern) schlugen mir heute über 25 verschiedene Slogan ins Gesicht.

“European Democracy – 1945-2009?  Vote NO!” – Von Libertas
“Ireland needs Europe. YES for the Economy” – Von Fianna Fáil
“The only Job Lisbon saves is his. Vote NO” – Von Libertas
“Small Country, Big Voice. Say no to a bad deal. Vote NO” – Von Libertas
“Vote YES” – Von Labour
“Milked Dry! – €200 Billion lost in fisheries. Farming is next. Vote NO” – Von Cóir
“YES for Jobs and investment. We’re better together” – Von Fianna Fáil
“Lisbon = Lower Wages. Vótáil NO” – Von Sinn Féin
“You will gain commissioner, recovery, democracy, fight crime. Vote YES” – Von Ireland for Europe
“Dont be fooled by the lies. € 8,65 = the law. € 1,84 = the lie. Vote YES” – Von Ireland for Europe
“YES to Jobs. YES to Europe.” – Von Fine Gael
“€ 1,84 minimum wage after Lisbon? Vote NO” – Von Cóir
“YES keeps Irelands commissioner. We´re better together” – Von Fianna Fáil
“The EU loves control. Vote NO” – Von Cóir
“Trust EU assurances? Not on their lives. Vote NO” – Von Cóir
“It´s simple. We need Europe. This choice is yours. YES” – Von Ireland for Europe
“Politicians love the gravy train. Vote NO” – Von Cóir
“We love our constitution. Vote NO” – Von Coír

…und so weiter und so fort. Hier wird der Ire systematisch verwirrt und sieht den Wald bald vor lauter Bäumen nicht mehr. “They dont see the wood for the trees”

Der Beitritt zum Europa Vertrag von Lissabon ist also hart umkämpft. Mehr denn je!


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Angel-Ausflug in die Bucht von Dungarvan

Donnerstag, 24. September 2009

Alles begann vor vielen vielen Monden….   äh, Monaten. Als während eines Gesprächs mit einem irischen Arbeitskollegen das Versprechen zustande kam, mich auf einen gemeinsamen Angelausflug auf seinem Boot mitzunehmen. Natürlich war meine Freude darüber riesig aber auch die Enttäuschung umso größer als die Wochen ins Land zogen und dann keine Rede mehr von einem Fishing-Trip auf der Jolle war. Für mich selbst habe ich dieses Vorhaben bereits abgeschlossen und als “es wird nie stattfinden” abgeschrieben. Bis zum heutigen Tage!

Ganz beiläufig erwähnte eben dieser jene Arbeitskollege, dass er plane, heute am frühen Abend mit seinem Boot in die Bucht von Dungarvan zu fahren um dort zu fischen und ob ich nicht einfach mitkommen möchte. Das Wetter war perfekt, Zeit hatte ich auch und die aufflammende Vorfreude konnten nur ein “Ja” hervor bringen. So traf man sich also am frühen Abend im Hafen von Dungarvan um das kleine aber ausreichende, etwa 4 Meter lange Boot, ins Wasser zu lassen. Gut ausgestattet mit jeglichem Angel Equipment starteten wir, der Bootsbesitzer und Gastgeber Alan, ein weiterer Angel freudiger Arbeitskollege Namens Anthony und ich, der Grünschnabel, hinaus aufs Wasser in die Dungarvan Bay. Vorsorglich hatte ich meine Kamera im Rucksack mitgenommen um die schönsten Momente festzuhalten und war bereits bei der Fahrt zum Angelplatz fleißig mit fotografieren beschäftigt. Kurz darauf musste durfte ich dann meinen Schnappschussapparat gegen eine Angelrute tauschen und sollte die Jagd nach den einheimischen Meeresbewohnern starten. Also, das Blei, mit Haken an Schnur ins Wasser lassen und geduldig warten…   tja, damit war es wohl nix. Schon nach weniger als einer Minute zuckte die Angelspitze und ich konnte meine ersten selbst gefangenen Makrelen (englisch: Mackerel) an Land (Boot) ziehen. Ab da hatte mich das Angelfieber gepackt. Es war einfach zu schön, mit dem Boot in der Bucht von Dungarvan, in guter Gesellschaft, umgeben von herrlicher Landschaft und malerischen Klippen, angeln und sogar noch etwas fangen…

Gelegentlich wurde der Motor des Bootes wieder gestartet um an einen anderen Platz zu wechseln, was mir die Möglichkeit gab, Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven zu machen. Es ging vorbei am alten Leuchtturm, raus zum Clonea Strand, an den Klippen entlang und dann einmal quer durch die Bucht rüber zum Head bei Helvick harbour. Nebenbei wurde immer noch ausgiebig die Rute (Angel) ins Wasser gehalten und ich hörte mir Erzählungen von Seehunden, Delphinen und Haien an, welche sich noch gelegentlich hier im Wasser tummeln sollen. Gesehen haben wir an diesem Abend leider keine.

Als die Sonne uns dann noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnte war es Zeit die Heimreise anzutreten. Was das Fischen anging hatten wir mehr als genug gefangen. Etwa 60 Makrelen, welche von Alan bereits fachmännisch filetiert wurden, dazu vier mittelgroße Pollocks und mehrere Katzenhaie (englisch: Dog fish) die aber wieder in die Freiheit entlassen werden konnten. Zurück im Hafen musste das Boot wieder auf den Autoanhänger gezogen werden und schon konnte es mit randvoll gefüllten Plastiktüten nach hause gehen. Wer Fisch fängt möchte natürlich auch Fisch essen.

Wir haben uns dazu entschlossen die 4 Pollocks und etwa 30 Makrelen in den Gefrierschrank zu verfrachten, was für den Winter ausreichen sollte. Ein paar wenige der herrlich grün glänzenden Makrelen-Filets landeten sofort in der Bratpfanne und schmeckten mit ein wenig Salz, Pfeffer und Zitrone einfach nur lecker. Fazit: Ein absolutes Angel-Wasser-Boot-Erlebnis an welchem ich sicherlich jedes mal wieder gerne Teilnehmen würde, auch wenn wir dann vermutlich bald eine zusätzliche Gefriertruhe benötigen.

Und da Bilder bekanntlich mehr sagen können als Worte, hier die Galerie zum Angelausflug

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Frau Künzel schreibt jetzt auch

Mittwoch, 23. September 2009

Nachdem ich mich bis jetzt nur an die Weiterführung der Listen über Preise, Kosten und Ausgaben getraut habe, wage ich mich heute mal an einen richtigen Artikel. Es muss ja für irgendetwas gut sein, das ich angefangen habe das 10-Finger-Schreibsystem zu erlernen.

Hm… gar nicht so einfach wie ich dachte, vor allem wenn man durch die Terrassentür von einer erwartungsvoll schauenden Katze beobachtet wird. Da soll man oder besser gesagt Frau sich konzentrieren können.

Nun gut, auf gehts:

Ich bin jetzt seit ca.  8 Wochen hier in Irland und kann es immer noch nicht richtig glauben. Wer hätte auch je gedacht das ich nach meinem ersten 600 km Umzug noch einmal einen wagen würde und dann auch noch nach Irland. Nun was macht Frau nicht alles für die Liebe. Gut zugegeben es gefällt mir doch recht gut hier, auch wenn ich manches vermisse und mich an andere Sachen erst gewöhnen muß.  Mit der Sprache hapert es auch noch etwas, aber ich bin da ganz optimistisch. Ich versuche sich bietende Gelegenheiten zu nutzen, auch wenn ich nicht alles verstehe bzw.  die richtigen Worte finde. Markus denkt sich alles mögliche aus damit ich Englisch spreche, nicht immer zu meiner Freude wie ich gestehen muss. So haben wir zum Beispiel einen Grillabend mit Nachbarn und lieben Besuch aus Deutschland veranstaltet. War wirklich schön, aber den ganzen Abend Englisch sprechen strengt echt an. Ich war fix und foxi danach.
Letztens hat er mich dann mit zu unserer Vermieterin genommen und sie hat mich gefragt wie es mir in Dungarvan geht (“How Dungarvan treat you?”). Ich habe kein Wort verstanden und war total gefrustet. Aber wie Markus immer sagt, man kann nicht gleich alles auf einmal.
Ja und im Pub ging es mir genauso. Die haben einen Dialekt hier, das ist echt heftig und dann noch der Geräuschpegel im Pub, na ja vielleicht liegt es ja auch an meinen Ohren. Aber ich habe es überlebt! Genau wie das Postamt. Der nette Mann am Schalter wollt mir unbedingt etwas über mein Paket und die deutsche Post erzählen, habe nicht mal die Hälfte verstanden. Es lag wohl auch daran das er hinter einer Scheibe saß und sehr leise gesprochen hat. War aber trotzdem nett, ich habe etwas blöd und sehr fragend geschaut, er hat alles noch mal genauso leise wiederholt und wir haben es dabei belassen. Ich glaube er wollte mir seine Begeisterung über die Größe und das Gewicht meines Paketes mitteilen. Da es genau an der Grenze zum nächst teureren lag (es hat “nur” 7,90 € gekostet). Und auch die deutsche Post schien es ihm angetan zu haben. Zumindest glaubte ich so etwas herauszuhören. Zum Schluss hat er dann noch seine Deutschkenntnisse ausprobiert und “danke” und “Tschüß” gesagt. Fand ich echt nett! So etwas ist trotz mangelndem Englisch ein schönes Erlebnis und baut auf.

Puh, jetzt ist es doch mehr geworden als ich dachte. Der Tiger sitzt immer noch vor der Tür, so viel Ausdauer muss belohnt werden. Jetzt gibt es Streicheleinheiten. Dann verabschiede ich mich für heute, mal sehen wann die Schreiblust mich wieder packt.

Dungarvan Observer – Digital kostenlos lesen

Montag, 31. August 2009

Der “Dungarvan Observer” ist eine Regional Zeitung die einmal wöchentlich (jeden Mittwoch) erscheint und für € 1,70 in den Kiosken, Zeitungsläden und Tankstellen in und um Dungarvan, Co. Waterford zu erwerben ist. Neben den aktuellen lokalen Vorkommnissen wird auch über Sport, Veranstaltungen und von den Todesfällen berichtet. Ein etwas langweiliges aber dennoch wichtiges Blättchen um unsere neue Heimat besser kennen lernen zu können.

Wer sich die € 1,70 sparen möchte oder aus entfernungstechnischen Gründen keine Papier Version kaufen kann, darf sich dennoch glücklich schätzen. Den Observer gibt es auch immer brühwarm als digitale Version im Internet. Das ganze sogar kostenlos!!!

Eine kurze, unverbindliche Registrierung auf  dungarvanobserver.ie oder  Dungarvan Observer Free Trial genügt schon. Nur wenige Sekunden später wird man auf die digitale Version geleitet, welche leicht zu navigieren und lesen ist. Zudem handelt es sich um die vollständige Ausgabe.

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Auto aus Deutschland gut angekommen

Montag, 24. August 2009

Gerade einmal 48 Stunden nach der Abholung in Memmingen wurde eines unserer Autos (Der kleine VW Polo meiner Frau) heute Abend von der Spedition gut und sicher in Dungarvan angeliefert. Somit ist Silvana nun mobil auf der Insel unterwegs, auch wenn das Lenkrad auf der, für Irland, falschen Seite montiert ist. Naja, man kann ja nicht alles haben. Ganz sicher wird man sich nach einigen Fahrübungen auf einsamen Strassen schnell an das neue Fahrgefühl gewöhnen. Ein riskantes Überholmanöver sollte allerdings ohne Beifahrer besser vermieden werden, da der Blick auf die voraus fahrenden Fahrzeuge nur sehr begrenzt ist.

Ein dickes Dankeschön geht an alle die das Auto vor dem Versand noch mit tollen Dingen beladen haben. Es geht doch nichts über lecker Kaffee und für meine Frau einige Packungen Gelier-Zucker für die selbstgemachte Brombeer-Marmelade. Einiges vermisst man halt doch hier auf der Insel!

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Jetzt zu zweit im neuen Haus

Sonntag, 23. August 2009

Seit dem letzten Lebenszeichen auf AOWAO sind bereits einige Wochen vergangen und manch einer hat sich schon Sorgen gemacht. Allerdings liegen ein paar ereignisreiche und auch arbeitsreiche Wochen hinter mir, die wenig kreativen Freiraum zum Berichten gelassen haben. Nach unserer Hochzeit ging es direkt ans Kisten packen und ausmisten sowie dem Renovieren der Wohnung in Deutschland. Meiner Frau und mir war gar nicht bewusst wie viel “Krims Krams” sich in den letzten Jahren in unserem Haushalt angesammelt hat. Da so gut wie keine Möbel (außer Betten, einem Regal und einem kleinen Schrank) mit nach Irland verschifft werden sollten, haben wir nach Möglichkeit alles verschenkt, eingelagert und zu guter Letzt noch über 500 kg zum Entsorgen an die Verwertungsfirma Dorr in Memmingen übergeben.

Der Transport unseres Hab und Gutes wurde vom Unternehmen Scharnow Transporte (Kontakt-Details findet man auf der Homepage. Anfrage direkt an die Handynummer von Guido Spaude) übernommen, welches ich jedem Irland Auswanderer oder auch Rückkehrer nur wärmstens empfehlen kann. Eine zwei Mann Truppe kam pünktlich an einem Samstag Morgen und hat in kürzester Zeit und sehr professionell alles in den Transporter verladen. Auch ein paar Kisten mehr waren gar kein Problem. Die Anlieferung in Irland war für 10 Tage später geplant. Dies lies uns noch genug Zeit um in Deutschland alles abzuschließen und die Lieferung in Irland direkt ins neue Haus zu räumen, welches wir ja erst am 1. August beziehen konnten.

Unser gemeinsamer Flug ging dann am 26.07.09 von Memmingen nach Dublin, da ich bereits am 27.07. wieder bei der Arbeit sein musste. Der Abschied am Flughafen war diesmal irgendwie schwerer als sonst. Die Familie sowie Freunde waren gekommen um uns nochmal zu sehen (Oder um sicher zu gehen das wir auch wirklich weg sind *ha ha ha*). Wie geplant kam die Spedition am 29.07. und lieferte unsere Sachen vollständig und unbeschädigt am neuen Haus in Dungarvan an. Die Vermieter wohnten zwar noch dort hatten aber einen Raum zur Verfügung um alles unter zustellen. Nur drei Tage später sind wir dann eh eingezogen und es ging an das Auspacken der Kisten. Wir können nur froh sein, dass das Haus ausreichend Stauraum bietet um alles darin unter zu bringen. Ist bei den irischen Häusern ja nicht gerade üblich…

Für das folgende Wochenende hatte sich dann auch schon Besuch aus Deutschland angekündigt, was uns persönlich sehr freute. Wir hatten die Ehre, unsere Freunde, Robert und Julia während Ihres Irland “Couch-Surfing Urlaubs” für ein paar Tage bei uns zu beherbergen. Was bedeutete, es gab reichlich zu essen, trinken und natürlich “sight-seeing” z.B. Blarney Castle und Kilkenny. Der Abschied fiel dann etwas schwer aber wir hoffen ja das die beiden wieder mal für ein paar Tage vorbeischauen. PS: Wir haben jetzt übrigens einen Messerblock  ;-)

Robert und Julia zu Besuch in Dungarvan - August 2009

Robert und Julia zu Besuch in Dungarvan - August 2009

Ansonsten kann man sagen, daß uns der Alltag nun wieder eingeholt hat. Ich gehe wie immer fleißig arbeiten und meine Frau organisiert momentan alle benötigten Unterlagen um Ihre Ausbildung zur Ergotherapeutin in Irland anerkennen zu lassen. Nebenbei kümmert Sie sich um den Haushalt, backt Brot, kocht und bessert nebenbei Ihr Englisch auf. An den Wochenenden erkunden wir die Umgebung und gehen einkaufen. Wobei uns immer wieder auffällt, daß es viele Dinge die in Deutschland in jedem Supermarkt zu bekommen sind, hier nur schwer oder gar nicht zu organisieren sind. Wie zum Beispiel Quark oder frische Hefe. Allerdings haben wir vor kurzem einen kleinen Laden Namens “Remedies” in Abbeyside/Dungarvan entdeckt der mit einem Reformhaus zu vergleichen ist und seit vielen Jahren erfolgreich von einem Deutschen geführt wird. Sehr praktisch!!!

Für die kommenden Tage ist dann die Ankunft eines unserer Autos aus Deutschland geplant mit dem meine Frau die Strassen unsicher machen darf. Der Transport wird übrigens auch vom Herrn Spaude organisiert und durchgeführt.

Und dann bereiten wir uns schon auf weitere Besucher vor. Für die zweite September Woche haben sich Norman und Ljubi angekündigt mit denen wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub hier in Irland vor 4 Jahren verbracht hatten. Wird bestimmt wieder eine lustige Zeit zusammen.

Aber jetzt erstmal ins Bett und ab in eine neue Woche !!!

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Grosse Veränderungen stehen bevor…

Montag, 06. Juli 2009

Nach etwa 6 Monaten auf der Insel kann ich sagen “Habe mich gut eingelebt” aber dennoch bin ich erst zu 50% hier angekommen. Meine Freundin / zukünftige Frau lebt immer noch in Deutschland. Auch unsere Möbel und das ganze materielle drum herum steht noch in der Wohnung in Memmingen.

Das alles wird sich im Juli 2009 ändern.

Am 11.07.09 werde ich nun endlich meine Silvana heiraten mit der ich seit vielen Jahren glücklich zusammen lebe. Das ganze wird noch in Deutschland stattfinden, da wir gerne eine Hochzeit nach den deutschen Traditionen abhalten und das Fest gleichzeitig als “kleinen Abschied” für Familie, Verwandte und Freunde nutzen möchten.

Während der 2 Wochen Urlaub in Deutschland wird dann die Wohnung komplett leer geräumt, gestrichen, renoviert und an den Nachmieter übergeben. Der Transport unserer Sachen nach Irland wird von einem Unternehmen übernommen welches mir kurzfristig über das Internet empfohlen wurde. Die Erfahrungen und Details zum Umzug gibt es dann sobald alles über die Bühne ist.

Da ich in den letzten Wochen bereits täglich nach einem neuen, grösseren Haus in besserer Lage gesucht und nun endlich fündig geworden bin, wird unser Hab und Gut direkt in das “Neue Heim” geliefert. Was überaus praktisch ist und letztendlich viel Arbeit und Stress erspart. Das neue Haus steht auch in Dungarvan, in einem ruhigen und sauberen Estate etwa 15 Minuten Fußmarsch vom Stadtzentrum entfernt. Es hat 4 gut aufgeteilte Schlafzimmer, zwei Wohnzimmer, Küche und weitere Räume mit viel Stauraum. Dazu gehört ein überschaubarer, pflegeleichter Garten mit Terrasse und einem großen Schuppen. Das aller beste allerdings bleibt die gute Bauweise im und um das Haus. Nach ein wenig Verhandlung mit dem Vermieter ist der Preis nun auch recht akzeptabel. Aufgrund der aktuellen Lage auf dem Häuser Markt ist vermutlich jeder Vermieter froh wenn er Geld für seine Hütte bekommt anstatt jeden Monat leer auszugehen.

Am 26. Juli fliegen wir dann gemeinsam nach Irland zurück um uns hier richtig schön einzunisten und wohl zu fühlen. Vielleicht sogar noch ein paar schöne Sommer/Herbsttage am Strand und in den Bergen genießen.

Für August sind noch Besucher angekündigt über die wir uns riesig freuen und direkt im neuen Haus begrüssen können. Hoffen wir auf schönes Grill-Wetter um die Terrasse entsprechend einzuweihen.

Danach stürzen wir uns auch schon wieder in den irischen Alltag und werden versuchen einen Job für meine Frau zu finden. Dabei sind die Chancen als Ergotherapeutin nicht ganz so schlecht in Waterford (Hab ich mir sagen lassen), was wiederum Hoffnung macht. Mal sehen was sich ergibt. Es bleibt wie immer spannend!

Zudem sind noch einige Dinge offen und ungeklärt welche endlich mal in Angriff genommen werden sollten.

Aber eins nach dem anderen….  ganz wichtig –>  Nicht stressen lassen

In diesem Sinne, ruhig bleiben und bis bald…  !!!

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Steuerberater, Hausbesichtigung, Lidl und Tee

Dienstag, 28. April 2009

Und wieder einmal neigt sich ein ereignisreicher Tag dem, letztendlich doch noch, sonnigen Ende zu.

Nach der Arbeit stand als erster der Besuch bei meiner neuen Steuerberaterin an. Aufgrund der Erfahrungen welche ich bereits gemacht und hier im Blog geschildert habe, war ich auf so ziemlich alles, auch das schlimmste, vorbereitet. Entsprechend überrascht fand ich mich in einem nett eingerichteten Büro einer sympatischen, gut vorbereiteten und offensichtlich kompetenten Steuerfachfrau wieder. Nach einem entspannten Informationsaustausch über den Grund meines Aufenthaltes, der Arbeit welcher ich nachgehe und einigen privaten Dingen, war schon bald klar, daß ich rein steuerlich gesehen als “selbständig” eingestuft und abgerechnet werden müsse. Das anschließend ausgefüllte Formular für die irische Steuerbehörde (Irish Tax and  Customs) wird also nun nach Dublin ins “Headquarter” geschickt und wir warten gespannt auf das Ergebnis.

Desweiteren stand eine Hausbesichtigung auf dem Plan des Abends. In meinem momentanen Heim nicht ganz zufrieden, machte ich mich in den letzten Tagen auf die Suche nach einer neuen Bleibe und fand auf Daft, der wohl grössten irischen Immobilien-Seite im Internet, eine Anzeige zu einem netten Häuschen. Der erste Eindruck war schon recht positiv, hat mich aber nicht so ganz vom Hocker gehauen. Ein Bungalow mit 3 Schlafzimmern, 2 Bädern, grosser Küche, Wohnzimmer, Garderobe, Haushaltsraum und einem überdimensionalen Garten (der allerdings auch wieder von Mauern umgeben ist) in einer ruhigen und nicht zu eng gequetschten Wohnsiedlung in Ballinroad nur 4 Kilometer von Dungarvan entfernt. Werd mir hier ein wenig Zeit zum nachdenken gönnen, das mit meinem “Schatz” in Deutschland abklären und dann eine Entscheidung fällen.

Auf dem Weg nach Hause war ein kurzer Einkauf bei Lidl fällig um grünen Tee für den Trip nach Deutschland zu besorgen. Dort sind mir dann wiedermal zwei interessante Dinge aufgefallen. Zum einen ist auch Abends und am nächsten Tag noch ausreichend von den zwei mal wöchentlich wechselnden Sonderangeboten übrig die in deutschen Lidl Filialen oft schon kurz nach Ladenöffnung vergriffen sind. Und zum anderen ist es erstaunlich wie die überwiegend polnischen Mitarbeiter an der Kasse bei den Irischen und englischsprechenden Kunden brav die einheimische Sprache verwenden und wie selbstverständlich bei einem polnischen Landsmann in die Muttersprache umschwenken. Ein Phänomen und perfektes Beispiel für Multitasking am Arbeitsplatz. Mit meinen wenigen Worten polnisch mach ich mir gerne mal den Spass und antworte höflich oder verabschiede mich “entsprechend”. Was den jungen Mann hinter der Kasse heute ziemlich aus der Bahn geworfen und die Frage “Gibt es etwa einen neuen Polen in der Stadt den ich nicht kenne?” auf die Stirn geschrieben hat. Immer wieder lustig und jedem zu empfehlen :-)

Mackinlays Grüner Tee

Mackinlays Grüner Tee

Teebeutel ohne Schnur, Klammer oder Zettel

Teebeutel ohne Schnur, Klammer oder Zettel

Jetzt noch ein paar Info´s zu “Mackinlays Green Blend” Tee, welchen ich persönlich unglaublich lecker finde. Die Packung enthält 160, Schnur- Klammer- und Zettellose Beutel für günstige € 1,95.

Einen Beutel grünen Tee´s mit heissem Wasser übergiessen und unter leichtem rühren etwa 30 bis maximal 60 Sekunden ziehen lassen, dann entnehmen. Länger würde ich nicht empfehlen da er schnell bitter werden kann. Nach Geschmack nun noch etwas Zucker hinein, wobei ich Ahornsirup (Maple Sirup) bevorzuge, und nen ordentlichen Schuss Milch dazu. Lecker, lecker, lecker !!!

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