Die vergangene Woche hat mit dem anhaltenden Sonnenschein und der Wärme die Tulpen förmlich aus unserem Vorgarten sprießen lassen.
Es wird Zeit sich um das bepflanzen des Gewächshauses zu kümmern.
Die vergangene Woche hat mit dem anhaltenden Sonnenschein und der Wärme die Tulpen förmlich aus unserem Vorgarten sprießen lassen.
Es wird Zeit sich um das bepflanzen des Gewächshauses zu kümmern.
Mit etwas Verspätung können wir nun endlich Erdbeeren aus unserem Garten ernten. Auch wenn sie nicht so viel Sonne abbekommen sind sie dennoch schön rot, saftig und süß.
“This is not the real irish summer” antworten die meisten Iren momentan mit einem Lächeln im Gesicht, wenn man sie auf die seit Wochen freundliche Wetterlage, welche über der Insel hängt, anspricht. Nach den verregneten Sommern der letzten 4 Jahre genießt nun jeder den ausgiebigen Sonnenschein am Strand oder im Biergarten. Ebenso wie es den Menschen gut tut (bis auf manche mit extrem Sonnenbrand), freuen sich auch die Pflanzen in unserem Garten über die extra Portion Licht und Wärme. Dies wiederum führt zu einem rasanten Wachstum mit einer Voraussichtlich guten Ernte in den kommenden Wochen und Monaten.
Ganz besonders unsere Kräuter scheinen das Klima zu lieben, denn diese wachsen und wuchern bis zur Buschgröße auf und haben dazu noch ein ganz herrliches Aroma. (weiterlesen …)
Die einen nennen es Schreibblokade, die anderen hingegen Vollbeschäftigung.
Egal welche Gründe es sein mögen, bevor hier im Blog wirklich die ersten Spinnenweben ansetzen möchte ich mal wieder ein kurzes Lebenszeichen geben.
Was ist in den letzten Wochen passiert:
1. Nachdem wir, bedingt durch die Aschewolke, unseren längeren Aufenthalt in Deutschland abschliessen konnten, haben wir uns spontan für einen Kurzurlaub in Irland entschieden. Einfach nur ein gemeinsames entspanntes Wochenende. Kurzerhand haben wir uns entschlossen das Angebot von Lidl-Breaks.ie zu testen und ein paar Tage in Connemara bzw. Clifden zu verbringen. Ein 4-Sterne Hotel mit Pool und Fitness inklusive Frühstück und zwei Gänge Abendessen für nur € 49 pro Person pro Nacht… Unschlagbar. Zu Connemara kann man sagen, daß dieses Fleckchen Erde wirklich einen Besuch wert ist. Eine karge aber wunderschöne Landschaft mit Bergen, Seen, Felsen und endlosen Sandstränden. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, wie in unserem Fall zwei Tage nur blauer Himmel, dann stehen auch den kleinen Ausflügen wie beispielsweise zur Kylemore Abbey mit Besichtigung der Gartenanlage nichts im Wege. Bei der Rückfahrt in den “doch so anderen Süden”, nach Dungarvan, folgten wir der Küstenstraße durch das beeindruckende Burren Gebiet bis hinunter zu den Cliffs of Moher und dann über Limerick nach Hause. Ein lohnenender Umweg!
2. Des weiteren haben wir ja auch einen kleinen Garten zu versorgen. Hier wurden in letzer Zeit einige neue Pflanzen eingesetzt und Ideen verwirklicht. Fast 15 verschiedene Kräuter wachsen nun schon und bereichern unsere Salate und Gerichte mit ihren intensiven Aromen. Aber nicht nur Gemüse, sondern auch Obst wird gepflanzt und zwar auf eine ganz eigene Art und Weise. Erdbeeren im Sack ! Die Idee mit dem “Pflanz-Sack” habe ich mir in einem nahen Gartencenter geholt, allerdings war mir der Preis von 15-20 Euro pro leerem aber natürlich qualitativ besserem Pflanz-Beutel etwas zu hoch. So haben wir uns auf die Suche nach einer Alternative gemacht und sind in Deutschland in einem 1-Euro-Shop (Laubsack, € 1 pro Stück) sowie in Dublin bei IKEA (Einkaufstasche klein € 0,25, groß € 0,50) fündig geworden.
Und so einfach geht es: Den Beutel etwas in Form bringen, mit Erde und Hornmehl als Dünger nach bedarf füllen und schon kann bepflanzt werden. Überschüssiges Wasser kann durch das verwebte Material normalerweise gut abfliessen und mit dem Trageriemen könnte man sogar eine hängende Version daraus machen. Nach der Pflanzzeit kann der Inhalt entsorgt und der Beutel platzsparend bis zum nächsten Jahr verstaut werden. Praktisch, geräumig, günstiger als jeder Blumentopf… und unsere Erdbeeren fühlen sich sichtlich wohl darin.
3. Wir hatten für einige Tage sehr lebhaften Besuch aus unserer alten Heimat Steinheim. Eine gut befreundete Familie mit zwei Kinderen kam auf die Insel um dem hässlichen deutschen Regenwetter zu entfliehen und in Irland Sonne zu tanken. Das klingt jetzt vielleicht ungewöhnlich, war und ist aber wirklich so. Das Wetter ist seit etwa 2 Wochen einfach nur traumhaft sommerlich und angenehm warm. Auch das baden und schwimmen im Meer habe ich ausprobiert und soooo kalt war es dann garnicht ![]()
Jedenfalls verbringen wir bei diesen optimalen Wetterverhältnissen unsere Zeit hauptsächlich am Strand, beim Grillen im Garten oder geniessen die ausgiebigen Sonnenuntergänge von Helvick aus mit Blick auf die Dungarvan Bucht. Wobei es gestern Abend leider weniger schöne Nachrichten gab, da seit dem Nachmittag zwei Fischer vermisst werden die etwa 300 Meter vor dem Helvick-Head beim Makrelen Angeln über Board gegangen sind. Die Suche per Hubschrauber und Booten der Küstenwache wurde am gestrigen Abend aufgrund von Dunkelheit eingestellt und heute fortgesetzt. Report auf BreakingNews.ie
4. Zum Schluss gibt es von unserer Seite auch noch eine traurige Nachricht zu verkünden, denn unser Freund Stephan hat nach seinem zwei jährigen Aufenthalt die Insel in Richtung Deutschland verlassen. Wirklich sehr schade, da wir gemeinsam doch viele witzige Stunden verbrachten. Ich denke da nur an die ausgiebigen Kochabende (Manchmal auch im Dunkeln), Nintendo Wii Sport Sessions mit anschliessendem Muskelkater, Grillen mit Stichflamme, Ausflüge in die nahe Umgebung, Shopping in Cork, stundenlanges Quatschen über Irland und deren seltsamer Einwohner, sowie dem gelegentlich übermässigen Genuss von alkoholhaltigen Getränken….
Wie auch immer, wir wollen an dieser Stelle nicht sentimental werden sondern dem Stephan Dank sagen für die schöne Zeit, die Bereicherung, Freundschaft und Unterstützung und Ihm ganz viel Glück und Erfolg in seiner alten-neuen Heimat wünschen.
Endlich blühen die ersten Boten des Frühlings in unserem Vorgarten. Angekündigt haben sie sich ja schon länger, seit mindestens einem Monat spitzeln sie schon aus der Erde. Jeden Tag wurden sie von uns beobachtet und jetzt endlich blühen die ersten Osterglocken oder wie sie auch genannt werden – Narzissen.
Am Sonntag war es eine Blume die sich vorsichtig geöffnet hat und jetzt sind es schon ganze fünf. Naja das Wetter ist ja schon seit längerem sehr frühlingshaft und auch wenn manche es kaum glauben können, hatten wir die letzten Wochen viele warme (zwischen 8 und 12°C) und sonnenreiche Tage. Das weckte dann auch den Gärtner in mir und ich habe mich vor Einfällen kaum retten können, bzw. Markus konnte sich vor meinen Einfällen kaum retten und meinte das wir dann doch einen größeren Garten bräuchten.
Zu meiner Unterstützung nahm dann auch Lidl gleich Gartenartikel in sein Sortiment auf und ich konnte meinen Kaufrausch ausleben. Da landeten dann ein Aussaat-Set, 2 große Pflanzkübel und diverses Saatgut in meinem Einkaufswagen. Da das allerdings meine Kaufwut noch nicht ganz befriedigen konnte, wurde beim Baumarkt eine Sprühflasche, sowie Tomaten- und Pepperoniesamen gekauft. Markus musste dann mit mir sämtliche Gartencenter und Gärtnereien in Dungarvan abklappern, auch da bin ich natürlich fündig geworden. Gekauft haben wir zwar nur eine kleine Harke, aber von den dort angebotenen Kräuter setzte ich gleich einige auf meine “Die müssen unbedingt in meinen Garten” Liste.
Mitte letzter Woche konnte ich dann endlich loslegen. An einem wunderschönen sonnigen Tag habe ich mich in den Garten begeben und meine Saat ausgebracht. Vorgesorgt hatte ich ja schon vor unserem Umzug nach Irland und mir eine kleinen Auswahl an Samen zugelegt. Diese säte ich sorgfältig in 6 Kammern pro Sorte aus und jeden Tag werden sie mit Wasser besprüht. Nun warte ich auf die ersten Keimlinge und siehe da über Nacht haben sich die Radieschen herausgewagt, auch die Sonnenblumen und der Estragon zeigen schon erstes Grün. Der Rest lässt sich wohl noch etwas Zeit, das wären: Pfefferminze, Bohnenkraut, Sauerampfer, Zitronenbasilikum, Möhren, Spaghettikürbis, Muskatkürbis, Oregano und Dill.
Aber nicht das ihr glaubt das wäre alles was ich pflanzen möchte, wenn es nach mir geht kommen noch Liebstöckel, Thymian, Majoran, Rosmarin und Lavendel dazu. Und wie ich mich kenne fällt mir garantiert noch was ein.
Das Problem war nur, das ich nicht wusste wann ich die einzelnen Pflanzen hinaus in den Garten setzen konnte, da sich das irische Wetter von dem Deutschen doch sichtlich unterscheidet. Aber auch da wurde gleich Abhilfe geschaffen, wie und von wem verrate ich euch demnächst hier auf AOWAO.
Preisfrage… Um was handelt es sich hierbei wohl?
Na, drauf gekommen? Es ist die Folie eines Gewächshauses, genauer gesagt unseres neuen “Greenhouse”, welches wir vor kurzem bei Lidl IE erstanden haben und das nun endlich seinen Platz im Garten hat. Die einfache, aber dennoch robuste Konstruktion gab es für weniger als 30 Euro und zusätzlich einen 75 Liter Sack lockerer Erde für knapp € 8, den wir der normalen Gartenerde beigemischt haben. Das kleine aber zweckmäßige Häuschen haben wir in einer ruhigen aber sonnigen Ecke unseres bescheidenen Gartens aufgestellt und mit vielen Steinen beschwert, dass es uns nicht beim ersten Sturm um die Ohren fliegt und in Nachbars Garten landet. Während der Arbeiten wurden wir natürlich von Katze “Alfred” nicht aus den Augen gelassen.
In den nächsten Tagen folgt dann die Auswahl der Pflanzen und das Einsetzen, welches ich gerne meiner Frau überlassen werde da sie einen etwas “grüneren Daumen” hat als ich. Über die folgenden Monate verfolgen wir dann gespannt in wie weit sich das irische Klima positiv oder negativ auf die Gemüsepflanzen auswirkt. Hauptsache wird wohl sein, dass es mehr Sonne als Regen im Sommer 2010 gibt, denn lieber ist es zu warm unter der Folie als das die Pflanzen komplett unter Wasser stehen.
Lassen wir uns überraschen…
Natürlich werden wir eifrig über das Thema “Gemüseanbau in unserem irischen Garten” berichten und vielleicht sogar in einigen Monaten das Ergebnis einer erfolgreichen Ernte präsentieren. Bis dahin muss aber noch viel Unkraut gejähtet und haufenweise Schnecken entfernt werden.
Hat denn vielleicht jemand Tipps zum Gemüseanbau im eigenen irischen Garten? Gibt es etwas wichtiges zu beachten? Wir sind für jede Information dankbar
Es regnet mal wieder! Doch ich geniesse das leise Plätschern, die entspannende Musik aus dem Lautsprecher (Ayo -Without you) und das “Nicht Bellen” aus den Nachbarsgärten. Das schöne am Regen ist eindeutig, daß alle ihre Hunde reinholen. Im kleinen Estate (Wohnsiedlung) in dem ich mein Häuschen bewohne scheint jeder zweite Nachbar Hundeliebhaberbesitzer zu sein. Allerdings frage ich mich warum die Leute einen Vierbeiner halten. Den Alltag verbringen die meisten Hunde aus der Gegend, und das sind nicht gerade wenig, im kleinen Garten hinter dem Haus. Da laufen sie dann auf und ab, jaulen, weinen und stacheln sich gegenseitig mit ihrem Gebell an. Das zieht sich dann schon mal spät in die Nacht hinein bis die kleinen Kerle, vermutlich vor schwäche, einschlafen oder das Herrchen doch noch die Türe öffnet und sie ins warme und trockene Innere lässt. Warum halten sich denn so viele Leute Hunde wenn sie eigentlich garkein Interesse an ihnen haben oder sie nicht mal annähernd erziehen, beschäftigen oder ein wenig trainieren? Irische Freunde hatten mir sogar schon den Tip gegeben ein, mit Rattengift gefülltes, Stück Fleisch über den Zaun zu werfen. Na na na, davon möchte ich nun wirklich Abstand nehmen. Die kleinen Kleffer können ja im Grunde nichts dafür sondern die Zweibeiner, welche vermutlich nicht mal wissen, daß man in Irland auch Hundesteuer bezahlen muss. Wie auch immer….. ES REGNET und damit kehrt die Stille ein.