Die einen nennen es Schreibblokade, die anderen hingegen Vollbeschäftigung.
Egal welche Gründe es sein mögen, bevor hier im Blog wirklich die ersten Spinnenweben ansetzen möchte ich mal wieder ein kurzes Lebenszeichen geben.
Was ist in den letzten Wochen passiert:
1. Nachdem wir, bedingt durch die Aschewolke, unseren längeren Aufenthalt in Deutschland abschliessen konnten, haben wir uns spontan für einen Kurzurlaub in Irland entschieden. Einfach nur ein gemeinsames entspanntes Wochenende. Kurzerhand haben wir uns entschlossen das Angebot von Lidl-Breaks.ie zu testen und ein paar Tage in Connemara bzw. Clifden zu verbringen. Ein 4-Sterne Hotel mit Pool und Fitness inklusive Frühstück und zwei Gänge Abendessen für nur € 49 pro Person pro Nacht… Unschlagbar. Zu Connemara kann man sagen, daß dieses Fleckchen Erde wirklich einen Besuch wert ist. Eine karge aber wunderschöne Landschaft mit Bergen, Seen, Felsen und endlosen Sandstränden. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, wie in unserem Fall zwei Tage nur blauer Himmel, dann stehen auch den kleinen Ausflügen wie beispielsweise zur Kylemore Abbey mit Besichtigung der Gartenanlage nichts im Wege. Bei der Rückfahrt in den “doch so anderen Süden”, nach Dungarvan, folgten wir der Küstenstraße durch das beeindruckende Burren Gebiet bis hinunter zu den Cliffs of Moher und dann über Limerick nach Hause. Ein lohnenender Umweg!
2. Des weiteren haben wir ja auch einen kleinen Garten zu versorgen. Hier wurden in letzer Zeit einige neue Pflanzen eingesetzt und Ideen verwirklicht. Fast 15 verschiedene Kräuter wachsen nun schon und bereichern unsere Salate und Gerichte mit ihren intensiven Aromen. Aber nicht nur Gemüse, sondern auch Obst wird gepflanzt und zwar auf eine ganz eigene Art und Weise. Erdbeeren im Sack ! Die Idee mit dem “Pflanz-Sack” habe ich mir in einem nahen Gartencenter geholt, allerdings war mir der Preis von 15-20 Euro pro leerem aber natürlich qualitativ besserem Pflanz-Beutel etwas zu hoch. So haben wir uns auf die Suche nach einer Alternative gemacht und sind in Deutschland in einem 1-Euro-Shop (Laubsack, € 1 pro Stück) sowie in Dublin bei IKEA (Einkaufstasche klein € 0,25, groß € 0,50) fündig geworden.
Und so einfach geht es: Den Beutel etwas in Form bringen, mit Erde und Hornmehl als Dünger nach bedarf füllen und schon kann bepflanzt werden. Überschüssiges Wasser kann durch das verwebte Material normalerweise gut abfliessen und mit dem Trageriemen könnte man sogar eine hängende Version daraus machen. Nach der Pflanzzeit kann der Inhalt entsorgt und der Beutel platzsparend bis zum nächsten Jahr verstaut werden. Praktisch, geräumig, günstiger als jeder Blumentopf… und unsere Erdbeeren fühlen sich sichtlich wohl darin.
3. Wir hatten für einige Tage sehr lebhaften Besuch aus unserer alten Heimat Steinheim. Eine gut befreundete Familie mit zwei Kinderen kam auf die Insel um dem hässlichen deutschen Regenwetter zu entfliehen und in Irland Sonne zu tanken. Das klingt jetzt vielleicht ungewöhnlich, war und ist aber wirklich so. Das Wetter ist seit etwa 2 Wochen einfach nur traumhaft sommerlich und angenehm warm. Auch das baden und schwimmen im Meer habe ich ausprobiert und soooo kalt war es dann garnicht ![]()
Jedenfalls verbringen wir bei diesen optimalen Wetterverhältnissen unsere Zeit hauptsächlich am Strand, beim Grillen im Garten oder geniessen die ausgiebigen Sonnenuntergänge von Helvick aus mit Blick auf die Dungarvan Bucht. Wobei es gestern Abend leider weniger schöne Nachrichten gab, da seit dem Nachmittag zwei Fischer vermisst werden die etwa 300 Meter vor dem Helvick-Head beim Makrelen Angeln über Board gegangen sind. Die Suche per Hubschrauber und Booten der Küstenwache wurde am gestrigen Abend aufgrund von Dunkelheit eingestellt und heute fortgesetzt. Report auf BreakingNews.ie
4. Zum Schluss gibt es von unserer Seite auch noch eine traurige Nachricht zu verkünden, denn unser Freund Stephan hat nach seinem zwei jährigen Aufenthalt die Insel in Richtung Deutschland verlassen. Wirklich sehr schade, da wir gemeinsam doch viele witzige Stunden verbrachten. Ich denke da nur an die ausgiebigen Kochabende (Manchmal auch im Dunkeln), Nintendo Wii Sport Sessions mit anschliessendem Muskelkater, Grillen mit Stichflamme, Ausflüge in die nahe Umgebung, Shopping in Cork, stundenlanges Quatschen über Irland und deren seltsamer Einwohner, sowie dem gelegentlich übermässigen Genuss von alkoholhaltigen Getränken….
Wie auch immer, wir wollen an dieser Stelle nicht sentimental werden sondern dem Stephan Dank sagen für die schöne Zeit, die Bereicherung, Freundschaft und Unterstützung und Ihm ganz viel Glück und Erfolg in seiner alten-neuen Heimat wünschen.
Lass es Dir gut gehen, Stephan !!!