Morgen ist Halloween und nicht alle scheinen dieses Fest traditionell zu begehen. Wie es aussieht werden die alten Traditionen von einigen Menschen für illegale Aktivitäten genutzt. Hierzu haben wir einen kurzen Artikel bei WLR FM gefunden:
Ein Aufruf an den „gesunden Menschenverstand“ in Dungarvan dieses Halloween
“Die Dungarvaner Polizei ist gefragt, das der gesunden Menschenverstand dieses Halloween in Dungarvan die Oberhand behält. An diesem Abend gibt es traditionell drei Freudenfeuer (Bonefire) in der Stadt, am Galgenberg (Gallows Hill), an der alten Bahnstrecke bei Abbeyside und nahe dem Childers Estate. Diese sind oft ein Anziehungspunkt für asoziales Verhalten. Der Stellvertretende Bürgermeister von Dungarvan, Michael Cosgrove gab gekannt, das illegales Müllentsorgen an den Feuern diese Jahr nicht toleriert wird.”
Das lässt erahnen das in den letzten Jahren eben diese Feuer zur Müllentsorgung genutzt wurden. Ich glaube das dies nicht ganz im Sinne der alten Tradition der „Bonefire“ ist.
Um mehr über diese Feuer zu erfahren habe ich ein wenig im Internet gestöbert und folgendes gefunden:
Das Anzünden der großen Feuer geht zurück bis zu den Wurzel von Halloween, dem Fest Samhain an dem das Ende des Sommers und der Beginn der dunklen Zeit gefeiert wurde. Samhain war (ist) das keltische Neujahrsfest und markierte das Ende des alten und den Beginn des neuen Jahres und mit ihm den Beginn des Winters. Junge Leute gingen am Vorabend von Samhain von Haus zu Haus und fragten nach Essensgaben und Kleinholz für das Samhain–Feuer.
Am folgenden Tag, dem traditionellen Samhain, dem 1. November, löschten die Menschen ihre Herdfeuer und versammelten sich im Schein der großen Feuer auf den Kuppen heiliger Hügel, um ihrem Gott zu ehren und Opfergaben dar zu bringen.
Ausgewählte Feldfrüchte und die Knochen von Tieren wurden in den Feuern als Opfergaben verbrannt. Das moderne Word „bonfire“ kommt von dem Wort „bone“ (Knochen), in der Verbindung „Feuer aus Knochen“, was sich auf eben diese Praxis des Verbrennens bezieht.
Persönliche und symbolische Gegenstände wurden ebenfalls verbrannt, als Opfergabe für den Schutz vor Krankheiten und einer schlechter Zukunft.

Bonfire an Halloween
Die Kelten die Samhain feierten, glaubten das in der Zeit zwischen dem Ende des alten und dem Beginn des neuen Jahres die Geister sich frei zwischen unserer und der Geisterwelt bewegen konnten. Einige Geister waren gut und wollten den Menschen helfen, andere waren böse und wollten jedem dem sie begegneten Unglück bringen.
Man glaubte das die heiligen Feuer die Kraft besaßen diese bösen Geister zu vertreiben und die Menschen standen eng bei den Feuern, oft in Kostümen mit Tierköpfen und Häuten um die bösen Geister zu täuschen und zu erschrecken und so vor ihnen sicher zu sein.
Bevor die großen Feuer erloschen, war man darauf bedacht etwas glühende Kohle oder Holz zu nehmen und es sicher nach Hause zu bringen, um die Herdfeuer wieder neu zu entzünden. Die Menschen trugen diese glühenden Holzstücken oft in ausgehöhlten Rüben oder Flaschenkürbissen nach Hause, in die sie Gesichter schnitzten, in der Hoffnung das diese Gesichter die bösen Geister vertreiben und und ihnen zu einem sicheren Heimweg verhelfen würden.
Am nächsten Tag wurde die Asche der heiligen Feuer über die Felder verstreut, um sie vor Geistern zu schützen welche die Feldfrüchte verderben lassen wollten.
Da kann man nur hoffen das sich die Iren wieder auf ihre alten Traditionen besinnen und diese nicht durch neue Unsitten, wie Müllverbrennung und ähnliches verkommen lassen. Ich wünsche allen ein schönes Halloween, verbrennt euch nicht die Finger und laßt euch nicht von bösen Geistern fangen.
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