Mit ‘Tradition’ getaggte Artikel

Wir wünschen Frohe Ostern

Samstag, 03. April 2010

Wie doch nur die Zeit verfliegt. Es war doch gerade erst Weihnachten, Silvester und St. Patricks Day und nun steht schon wieder Ostern vor der Tür. Ganz ehrlich, hier auf der Insel bekommt man das gar nicht so mit im Gegensatz zu den Tagen als wir noch in Deutschland lebten. Bis auf ein paar wenige Schokohasen und Creme Eier zeigt sich der Einzelhandel doch eher uninteressiert an diesem Fest. Wir dagegen möchten unbedingt unseren mitgebrachten Traditionen zum Osterfest treu bleiben und haben uns darum heute den entsprechenden Ritualen unterzogen. Nicht unbedingt was das religiöse anbelangt sondern mehr auf kulinarischer Ebene.

EierfarbenWas für uns unbedingt zu Ostern gehört sind die kunterbunten Eier, aber woher nehmen wenn nicht stehlen? In Irland haben wir bis jetzt keine gefärbten Eier gesehen geschweige denn entsprechende Farben zum selber färben gefunden. Gut das es die freundlichen Besucher aus Deutschland gibt welche vorausschauend ausreichend Farbtabletten mitgebracht haben.

Bevor es ans kochen und färben ging mussten wir noch einen kleinen Schock verdauen, denn in allen Supermärkten der Stadt gab es keine weißen Eier zu kaufen. Gibt es dafür einen Grund? Wir wissen es nicht. Aber was solls, die braune Schale nimmt die Farben auch sehr gut an, lässt alles nur ein wenig dunkler erscheinen.

Eier beim Färben Bunte Ostereier

Während ich mich mit dem Färben beschäftigte war Silvana schon fleißig dabei einen Osterkranz aus Hefeteig zu backen. Somit waren wir beide den ganzen Nachmittag in der Küche beschäftigt und wurden permanent von Tigger, unserem kleinen Kater observiert.

Unser Kater Tigger

Das Resultat kann sich, denke ich mal, sehen lassen und wird morgen an unsere Amerikanischen Nachbarn verschenkt, bei denen wir zum Oster-Sonntags-Dinner eingeladen sind.

Wir wünschen Frohe Ostern und hoffen das ihr alle versteckten Eier im Garten findet.

Osterkranz

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It´s Pancake Day in Ireland

Dienstag, 16. Februar 2010

Heute Abend gibt es bei uns Pfannkuchen, darauf gebracht hat uns meine Englischlehrerin Kara. Sie fragte mich ob wir heute auch “Pancakes” essen und als ich erstaunt verneinte, erzählte sie mir das heute in Irland Pancake Day ist. Das ist traditionell Shrove Tuesday (der Beicht-Tag vor Aschermittwoch) und damit der Tag vor der Fastenzeit. An diesem Tag verbraucht(e) man seine restlichen Vorräte an Eiern, Butter (Fett), Zucker und Milch, um in der Fastenzeit nicht in Versuchung geführt zu werden.

Wir sind zwar nicht katholisch, aber Pfannkuchen finden wir super lecker. Also haben wir die Idee gleich in die Tat umgesetzt und nun ist mein lieber Mann am Pfannkuchenbacken. Diese gibt es mit der selbstgemachten Brombeer-Marmelade, welche wir im Herbst 2009 hergestellt haben.

Pfannkuchen mit Brombeermarmelade

Pfannkuchen mit Brombeermarmelade

Vielleicht haben wir ja einigen von euch auch Lust auf diese Leckerei gemacht und darum wünsch ich einfach mal allen einen guten Appetit!

Und hier für die Unentschlossenen noch ein paar Pfannkuchen-Rezepte, um genau zu sein sogar 601 Varianten. >>> Pfannkuchen auf Chefkoch.de

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Halloween – als Müllentsorgung oder lieber Traditionell?

Freitag, 30. Oktober 2009

Morgen ist Halloween und nicht alle scheinen dieses Fest traditionell zu begehen. Wie es aussieht werden die alten Traditionen von einigen Menschen für illegale Aktivitäten genutzt.                                                                                                                                            Hierzu haben wir einen kurzen Artikel bei WLR FM gefunden:

Ein Aufruf an den „gesunden Menschenverstand“ in Dungarvan dieses Halloween

“Die Dungarvaner Polizei ist gefragt, das der gesunden Menschenverstand dieses Halloween in Dungarvan die Oberhand behält. An diesem Abend gibt es traditionell drei Freudenfeuer (Bonefire) in der Stadt, am Galgenberg (Gallows Hill), an der alten Bahnstrecke bei Abbeyside und nahe dem Childers Estate. Diese sind oft ein Anziehungspunkt für asoziales Verhalten. Der Stellvertretende Bürgermeister von Dungarvan, Michael Cosgrove gab gekannt, das illegales Müllentsorgen an den Feuern diese Jahr nicht toleriert wird.”

Das lässt erahnen das in den letzten Jahren eben diese Feuer zur Müllentsorgung genutzt wurden. Ich glaube das dies nicht ganz im Sinne der alten Tradition der „Bonefire“ ist.

Um mehr über diese Feuer zu erfahren habe ich ein wenig im Internet gestöbert und folgendes gefunden:

Das Anzünden der großen Feuer geht zurück bis zu den Wurzel von Halloween, dem Fest Samhain an dem das Ende des Sommers und der Beginn der dunklen Zeit gefeiert wurde.                                                                                                                                       Samhain war (ist) das keltische Neujahrsfest und markierte das Ende des alten und den Beginn des neuen Jahres und mit ihm den Beginn des Winters. Junge Leute gingen am Vorabend von Samhain von Haus zu Haus und fragten nach Essensgaben und Kleinholz für das Samhain–Feuer.

Am folgenden Tag, dem traditionellen Samhain, dem 1. November, löschten die Menschen ihre Herdfeuer und versammelten sich im Schein der großen Feuer auf den Kuppen heiliger Hügel, um ihrem Gott zu ehren und Opfergaben dar zu bringen.

Ausgewählte Feldfrüchte und die Knochen von Tieren wurden in den Feuern als Opfergaben verbrannt. Das moderne Word „bonfire“ kommt von dem Wort „bone“ (Knochen), in der Verbindung „Feuer aus Knochen“, was sich auf eben diese Praxis des Verbrennens bezieht.

Persönliche und symbolische Gegenstände wurden ebenfalls verbrannt, als Opfergabe für den Schutz vor Krankheiten und einer schlechter Zukunft.

Bonfire an Halloween

Bonfire an Halloween

Die Kelten die Samhain feierten, glaubten das in der Zeit zwischen dem Ende des alten und dem Beginn des neuen Jahres die Geister sich frei zwischen unserer und der Geisterwelt bewegen konnten. Einige Geister waren gut und wollten den Menschen helfen, andere waren böse und wollten jedem dem sie begegneten Unglück bringen.

Man glaubte das die heiligen Feuer die Kraft besaßen diese bösen Geister zu vertreiben und die Menschen standen eng bei den Feuern, oft in Kostümen mit Tierköpfen und Häuten um die bösen Geister zu täuschen und zu erschrecken und so vor ihnen sicher zu sein.

Bevor die großen Feuer erloschen, war man darauf bedacht etwas glühende Kohle oder Holz zu nehmen und es sicher nach Hause zu bringen, um die Herdfeuer wieder neu zu entzünden. Die Menschen trugen diese glühenden Holzstücken oft in ausgehöhlten Rüben oder Flaschenkürbissen nach Hause, in die sie Gesichter schnitzten, in der Hoffnung das diese Gesichter die bösen Geister vertreiben und und ihnen zu einem sicheren Heimweg verhelfen würden.

Am nächsten Tag wurde die Asche der heiligen Feuer über die Felder verstreut, um sie vor Geistern zu schützen welche die Feldfrüchte verderben lassen wollten.

Da kann man nur hoffen das sich die Iren wieder auf ihre alten Traditionen besinnen und diese nicht durch neue Unsitten, wie Müllverbrennung und ähnliches verkommen lassen. Ich wünsche allen ein schönes Halloween, verbrennt euch nicht die Finger und laßt euch nicht von bösen Geistern fangen.

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