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England, Cork und Quark beim Polen

Sonntag, 28. Februar 2010

Es ist Sonntag, genauer gesagt ein gemütlicher Sonntag Nachmittag und somit neigt sich diese Woche ihrem Ende zu. Der richtige Zeitpunkt um die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren zu lassen und auf AOWAO niederzuschreiben.

Stena-Line Rettungsboot

Stena-Line Rettungsboot

Stena-Line Rettungsring

Stena-Line Rettungsring

Vor genau einer Woche war ich gerade im Auto unterwegs nach England, genauer gesagt nach Coleford, um dort für wenige Tage meiner Arbeit nachzugehen. Da ich einiges an Material mitnehmen musste, ging es nicht wie gewöhnlich mit dem Flieger, sondern per PKW und Fähre von Rosslaire nach Fishguard. Für die Jahreszeit war gewöhnlich wenig los und somit verlief der Checkin schnell und unkompliziert. Ist ja auch mal schön wenn es stressfrei von statten geht. Die 3,5 Stunden Überfahrt auf dem Stena-Line Dampfer sind dann schon wieder so stressfrei das es einfach nur langweilig ist.

Irish Ferries Transporter im Rosslare Hafen

Irish Ferries Transporter im Rosslare Hafen

Stena-Line

Stena-Line

Aber auch diese langgezogene Zeit kann man mit dem Erkunden und Fotografieren des Schiffs überbrücken. Gelegentlich hallt aus den Lautsprechern eine Durchsage des Kapitains der die Passagiere über Wetterlage und Sicherheitsvorkehrungen informiert. Ja, auch auf dem Schiff wird man auf Notausgänge und Verhalten im Ernstfall hingewiesen. Im Gegensatz zum Flugzeug steht hier zwar keine Dame im Mittelgang und fuchtelt wild mit den Armen um die entsprechenden Anweisungen zu untermalen, aber auch auf dem Schiff finden sich überall Hinweise die man sich unbedingt mal ansehen sollte. Allein schon wegen dem Unterhaltungswert durch die zusätzlichen Sprachen.

LifeJacket Instructions

LifeJacket Instructions

Und so ging auch diese Überfahrt schneller vorüber als anfangs gedacht. Der Kahn legte im Hafen von Fishguard an und weiter ging es auf den walisischen Straßen, quer durch die wunderschöne Landschaft, welche der irischen überaus ähnlich ist. Was mir hier sofort auffiel waren die besseren, schlaglochfreien, geradezu traumhaften Straßen. Dazu gab es auch noch alle paar Kilometer Parkplätze am Straßenrand, welche mit Mülltonnen und Toiletten ausgestattet waren. Sauber war es dort übrigens auch, denn die Engländer scheinen im Gegensatz zu den Iren die bereitgestellten Mülleimer auch zu benutzen. Zu diesen bereits paradiesischen Umständen kam noch eine hervorragende Beschilderung jeglicher Orte und Wege hinzu. Außerdem sind die Engländer offensichtlich ein überaus aktives Volk hinter dem Lenkrad, was ein schnelles und sicheres vorankommen möglich macht. Ich habe kein Fahrzeug gesehen das auf einer 100 km/h Strasse mit nur 75 km/h auf dem Mittelstreifen entlang-gurkte, welche in Irland sonst ständig vor mir fahren. Ein enormer positiver Unterschied bei dem sich sofort die Frage aufdrängt “Warum funktioniert das in Irland nicht?”…  ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung.

Robin Hoods Abzweigung

Robin Hoods Abzweigung

Bevor ich einige Tage später wieder nach Irland aufbrach, ließ ich es mir nicht nehmen noch einen kurzen Blick in den nächstgelegenen Lidl zu werfen, um Angebot und Preise zu vergleichen. Wie zu erwarten war die Produktauswahl dem des irischen Supermarktes sehr ähnlich und die Preise luden auch nicht gerade zu Hamsterkäufen ein. Zum großen Shopping Urlaub mit Schnäppchen Jagd ist England also nicht unbedingt zu empfehlen. Schade eigentlich!

Dafür entschieden wir uns gemeinsam mit dem Nachbarn am gestrigen Samstag eine ausgiebige Shopping-Tour ins 60 Minuten entfernte Cork zu unternehmen. Eine überaus angenehme Stadt um durch die Geschäfte zu bummeln und seine Einkäufe zu tätigen. Zudem gibt es am Samstag den kleinen Wochenmarkt auf dem es unter anderem leckeres Sauerteigbrot zu kaufen gibt, mal wieder ein Stück Deutschland zwischendurch. Auch ein Besuch auf dem English-Market darf nicht fehlen, nur sollte man hier seinen Geldbeutel gut unter Kontrolle haben. Nicht wegen den Taschendieben, sondern mehr wegen der guten Auswahl an leckeren frischen Lebensmittel an denen wir persönlich nie vorbeikommen ohne auch etwas mitzunehmen. Wer z.B. Käse mag, frischen Fisch oder ein ordentliches Rindersteak sucht ist hier absolut richtig.

Aus unserer kleinen Stadt Dungarvan gibt es übrigens auch noch etwas zu berichten. Es hat vor kurzem ein neuer polnischer Lebensmittel Laden in der Innenstadt eröffnet. Manch einer wird sich jetzt fragen was daran so außergewöhnlich sein soll, denn diese “Polish-Shops” gibts doch an jeder Ecke. Ich würde mal sagen, die Auswahl macht den Unterschied. Das Geschäft ist zwar noch so “jung” das noch gar nicht alle Regale ganz gefüllt sind, aber bereits jetzt gibt es dort genug Produkte die wir vorher noch nicht in Dungarvan oder sonst wo in Irland bzw. zu diesem Preis gesehen haben. Wie z.B. frische Hefe für nur € 0,29 oder richtig kräftig schmeckende Wurst die man wohl bei keinem irischen Metzger so finden kann. Das allerbeste ist aber ein Produkt welches im polnischen twaróg genannt wird und übersetzt ganz schlicht und einfach Quark bedeutet. Es gibt so viele leckere Speisen die mit Quark zubereitet werden, wenn es sich dabei auch nur mal um Salzkartoffeln mit Kräuterquark handelt, die Iren kennen dieses Milchprodukt leider nicht. Wie gut das es die “polish-shops” in Irland gibt!!!

Zum Abschluss gibt es noch ein neues Lieblingsschild (Abgesehen von der Robin Hood Abzweigung) welches ich in England entdeckt habe. Vielleicht werde ich das in Kürze vergrößern und im Garten aufstellen um die respektlosen durchgeknallten Nachbarskinder von unserem Grundstück fern zu halten.

Hinweisschild - DANGER Stay out

Hinweisschild - DANGER Stay out

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Dungarvan Farmers Market

Sonntag, 08. November 2009

Am vergangenen Donnerstag hatten wir mal wieder Zeit in Dungarvans kleine Innenstadt zu gehen um ein paar Besorgungen zu machen. Das Timing war genau passend um noch den Dungarvan Farmers Market auf dem Grattan Square zu besuchen. Der kleine Wochenmarkt mit seinen etwa 10 Verkaufsständen findet jeden Donnerstag zwischen 09:00 und 14:00 Uhr auf dem Platz im Stadtzentrum Dungarvans statt. Die Händler bieten von Blumen und Sträuchern, selbst gemachtem Käse, Honig, Bio Gemüse, Brot und Kuchen auch Frühstück sowie Kaffee und heiße Schokolade an. Die Preise sind zwar nicht mit denen der Supermarktketten zu vergleichen aber die Qualität ist wesentlich besser, das Produkt kommt direkt vom Erzeuger und man darf sehr gerne probieren bevor man sich zum Kauf entscheidet.

In mitten des gemütlichen Marktes stehen ein paar Tische und Stühle die zum sitzen, erholen und verzehren einladen sollen. Man kann sich also gerne ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee holen, sich dort nieder lassen und währenddessen die vorbei ziehenden Menschen beobachten.

Beim Käsestand und dem nebenan stehenden Schokoladenverkäufer kann man auch ganz gerne mal in deutsch bestellen da beide (Wolfgang und Jürgen) gebürtige Deutsche sind. Wie praktisch!

Alles aktuelle zum Markt selbst und den einzelnen teilnehmenden Ständen findet man kompakt auf Dungarvan Farmers Market